Warum Du nach Yoga ruhiger bist 🦥

Vielle­icht kennst Du das Gefühl: Du kommst gestresst, anges­pan­nt oder inner­lich unruhig in die Klasse — und gehst danach klar­er, weich­er, ruhiger wieder hinaus.

Das ist nicht nur „Stim­mung“. Es hat auch mit Deinem Ner­ven­sys­tem zu tun.

Eine zen­trale Rolle spielt dabei der Vagus­nerv. Er ist ein wichtiger Teil des parasym­pa­this­chen Ner­ven­sys­tems — also jenes Sys­tems, das mit Regen­er­a­tion, Ver­dau­ung, Ruhe und Erhol­ung ver­bun­den ist. Wenn der Kör­p­er aus dem ständi­gen „Anspan­nungsmodus“ her­aus­find­et, wird der Parasym­pa­thikus aktiv­er. Atmung, Herz­schlag und Muskel­tonus kön­nen sich reg­ulieren. Der Kör­p­er bekommt wieder das Sig­nal: Du bist sich­er. Du darf­st runterfahren.

Yoga kann diesen Prozess unter­stützen. Nicht magisch, son­dern sehr konkret: durch bewusste Atmung, rhyth­mis­che Bewe­gung, län­gere Ausat­mungen, acht­same Kör­per­wahrnehmung und Momente der Stille.

Ein Mark­er, der in der Forschung häu­fig ver­wen­det wird, ist die Herzraten­vari­abil­ität — kurz HRV. Sie beschreibt, wie flex­i­bel sich der Abstand zwis­chen einzel­nen Herz­schlä­gen verän­dert. Eine höhere HRV gilt oft als Zeichen dafür, dass das Ner­ven­sys­tem anpas­sungs­fähiger ist und bess­er zwis­chen Aktivierung und Erhol­ung wech­seln kann.

Einige Stu­di­en zu Yoga und Herzraten­vari­abil­ität zeigen: Ver­schiedene Yoga-Prak­tiken kön­nen mit verbessert­er autonomer Reg­u­la­tion und erhöhter parasym­pa­this­ch­er Aktiv­ität ver­bun­den sein. Die Stu­di­en­lage ist klar: Yoga kann helfen, das Ner­ven­sys­tem in Rich­tung Reg­u­la­tion zu verschieben. 

Auch eine ran­domisierte Studie mit Frauen mit erhöht­en depres­siv­en Symp­tomen fand nach einem 12-wöchi­gen Yoga-Pro­gramm eine Zunahme parasym­pa­this­ch­er Aktiv­ität sowie eine Reduk­tion von Stress und depres­siv­en Symptomen. 

Deshalb fühlst Du Dich nach Yoga oft nicht nur gedehnt und aus­ge­pow­ert, son­dern inner­lich sortiert­er. Die Prax­is gibt Deinem Sys­tem Zeit, von Reak­tion zurück in Reg­u­la­tion zu kommen.

Nicht jede Yogak­lasse fühlt sich gle­ich an. Manche fordern mehr, manche beruhi­gen eher, manche brin­gen Dich an Deine Gren­zen. Genau darin liegt ein Teil der Wirkung: Dein Ner­ven­sys­tem übt, mit Reiz, Anstren­gung und Fokus umzuge­hen — und danach wieder in einen ruhigeren Zus­tand zurückzufinden.

Du kannst Deine näch­ste Klasse wie immer direkt über unseren Stun­den­plan buchen.