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Ulrike Brandner-Lauter

Mag. oec.

Wie bist Du zum Yoga gekom­men?

Ich bin im Wald­vier­tel aufgewach­sen und mit 14 habe ich mir das bekan­nte, blaue Yoga-Buch von Sivanan­da aus den 1970er Jahren gekauft und begonnen, mir sel­ber Asanas beizubrin­gen. Während meines Studi­ums habe ich dann ver­schiedene Kurse besucht und vor fünf, sechs Jahren habe ich meine Beschäf­ti­gung mit Yoga inten­siviert und bin so schließlich auch zum Unter­richt­en gekom­men.

 

Welche Ein­heit­en unter­richt­est Du im Feel­go­od­stu­dio?

Ich unter­richte Grup­penein­heit­en auf Open Lev­el, haupt­säch­lich Vinyasa Flow und was ger­ade für die anwe­senden Schüler passt. Außer­dem vertrete ich Schwan­geren- und Mama-Baby-Yoga. Und seit Anfang 2016 bin ich nun sel­ber Mama.

 

Was kön­nen Schüler in Deinen Ein­heit­en erwarten?

Abwech­slung, Spaß und trotz­dem Ruhe: Ein Spiel zwis­chen Her­aus­forderung und Entspan­nung. Mir ist wichtig, meinen Schülern zu helfen, die notwendi­gen Mit­tel zu entwick­eln, um fest im Leben zu ste­hen und Erfolg zu haben. Ich sehe es gern, wenn meine Schüler die Lek­tio­nen und ein­fachen Tech­niken in den All­t­ag mit­nehmen: Gelassen­heit, physis­ches Entspan­nt­sein, Atmung. Dazu gehört auch die Fähigkeit, eigene Emo­tio­nen und Reak­tio­nen aus der Umwelt aus einem anderen Blick­winkel zu betra­cht­en und sich die Frage zu stellen: Wie rel­e­vant ist dieser Kon­flikt oder dieses Prob­lem tat­säch­lich für mein weit­eres Leben?

 

Was hat Yoga in Deinem eige­nen Leben bewirkt oder verän­dert?

Es hat mich aktiv­er und kraftvoller gemacht, aber auch ruhiger, präzis­er und fokussiert­er – sog­ar bis in die Mikrobe­we­gun­gen meines Kör­pers. Das merke ich vor allem bei mein­er zweit­en Lei­den­schaft, dem Berg­steigen, wo mir Yoga geholfen hat, meine Höhenangst weit­ge­hend abzubauen. Eines mein­er Lieblings­the­ma ist die philosophis­che Schnittstelle zwis­chen Yoga und Berg­steigen: Der Human Fac­tor als wichtige Entschei­dungs­grund­lage im alpinen Bere­ich.

 

Was macht Yoga für Dich zu mehr als eine Art fit zu wer­den und die Geis­tes­ge­gen­wär­tigkeit zu schulen?

Ich denke, wenn Du auf Deinen Kör­p­er acht­est und Deinen Kopf regelmäßig freimachst, dann ist viel möglich! Dann eröffnet sich auf ein­mal mehr Zeit und Raum für neue Per­spek­tiv­en und Ideen. Für mich ist Yoga eine Wesen­se­in­stel­lung, die das Leben verän­dert: es find­et seinen Weg in den All­t­ag, auf natür­liche Weise, ohne dass es großer, aktiv­er Verän­derun­gen bedarf. Etwa dass man auf sich schaut, was die Ernährung ange­ht, ohne sagen zu müssen: „Ab heute stelle ich meine Ernährung um!“ Man entwick­elt einen gesün­deren Zugang zur Ernährung und ganz all­ge­mein zu ein­er sin­nvolleren, erfül­len­den Lebens­gestal­tung. Yoga hil­ft, mehr auf Ord­nung im Leben zu acht­en, und nichts auf die lange Bank zu schieben. Dieser Prozess wird fast automa­tisch in Gang gebracht, wenn man mit Yoga begin­nt.

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