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Shima Marandi

Erzähl uns von Dein­er Erst­begeg­nung mit Yoga, Shi­ma.

Meine beste Fre­undin zeigte mir, lange bevor ich Yoga für mich ent­deck­te, den Son­nen­gruß, der mich durch seine Kraft, seine Ele­ganz und den aus­geübten Fokus in den Bann zog. Die eigentliche Ent­deck­ung vol­l­zog sich dann vor unge­fähr zehn Jahren während eines län­geren Aufen­thaltes in Viet­nam, wo ich schließlich meine allererste Yogas­tunde erlebte. Mein Erstkon­takt war sehr schön und vor allem ermuti­gend, denn ich dachte zu dem Zeit­punkt noch naiv, es käme allein auf die kör­per­liche Flex­i­bil­ität an, die ich von Haus aus mit­brachte. Der Yogaun­ter­richt bein­hal­tete damals haupt­säch­lich Asana-Übun­gen. Weit­ere Aspek­te wie zum Beispiel Pranaya­ma oder Med­i­ta­tion waren noch fernab meines Radars. Damals war für mich Yoga ein­fach ein schön­er Zeitvertreib mit lieben Men­schen und eine Möglichkeit meinen Kör­p­er fit zu hal­ten.

 

Welche Ein­heit­en unter­richt­est Du im Feel­go­od Stu­dio?

Derzeit unter­richte ich eine Yoga-Ein­heit auf Open Lev­el, in der ich ver­schiedene Aspek­te des Yoga inte­griere. Ich ver­suche den Yogaschülern jene Ele­mente der Prax­is näher zu brin­gen, die auch mich über die Jahre tiefer in die Materie haben ein­tauchen lassen. Dank mein­er Lehrer! Das kön­nen im Rah­men der Asana-Übun­gen bio­mech­anis­che Vorgänge des Kör­pers sein, aber eben­so philosophis­che The­men aus unter­schiedlichen Yoga­tex­ten.

 

Es ist, als wür­den wir uns dabei jedes Mal gemein­sam auf eine Reise begeben, denn auch für mich sind diese gemein­samen Stun­den beson­ders lehrre­ich uns inspiri­erend.

 

Was möcht­est Du den Leuten, die zu Dir kom­men, mit­geben?

Beson­ders wichtig ist es mir, dass meine Schüler Acht­samkeit und Klarheit entwick­eln. Näm­lich für das, was sie im jet­zi­gen Moment tun oder wahrnehmen – sei es ihre Atmung oder auch nur das Zwick­en in der Hüfte. Dass sie die Magie in der Begeg­nung mit dem jet­zi­gen Moment ent­deck­en.

 

Mir ist wichtig, dass sie den Ruhe­p­ol in ihrem eige­nen Kör­p­er find­en ler­nen und dor­thin immer leichter zurück­kehren kön­nen. Ich wün­sche mir, dass sie nicht nur mit ihrem Kör­p­er son­dern auch ihren Geis­teszustän­den ver­trauter wer­den, und dass sie klar­er auf sich selb­st und somit auch auf ihre Welt abseits der Yoga­mat­te schauen ler­nen.

 

Bei all dem ver­suche ich den Raum best­möglich zu hal­ten, so dass meine Schü­lerin­nen und Schüler auf diese innere Reise gehen kön­nen.

 

Gibt es etwas, das die Leute draußen lassen soll­ten, wenn sie in Deine Stunde kom­men?

Lieber ist mir, wenn sie die Bere­itschaft mit­nehmen, sich selb­st auf der Mat­te zu begeg­nen; näm­lich auch jenen Seit­en ihres Selb­st, die ihnen nicht so angenehm sind – diese mit ein­er Neugi­er zu beobacht­en, ohne in Reak­tion zu gehen und sich unvor­ein­genom­men dem zu wid­men, was sich zeigt.

 

Wie hat Yoga Dich im Laufe der Zeit verän­dert?

Yoga hat mich mein­er wahren Natur näher gebracht. Die Ehrlichkeit mir selb­st gegenüber, die mich die Prax­is über die Jahre lehrte, ermöglichte es mir, mich von Vielem zu tren­nen, was mir nicht gut tat oder was mir ein­fach nicht mehr rel­e­vant erschien. Somit ist viel Raum für Neues ent­standen. Und es entste­ht immer noch Neues!

Es hat meine Wahrnehmung geschärft – nicht nur auf die meines eige­nen Kör­pers und Geistes, son­dern auch die Wahrnehmung mein­er Umwelt. Ich gehe wach­samer durchs Leben.

Das aller­schön­ste Geschenk jedoch sind die Men­schen, die Yoga in mein Leben gebracht hat.

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