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Sandra Mauerhofer

San­dra, wie kamst Du und Yoga zusam­men?

2010 war ich in ein­er Art Umbruch­sphase und da hat es sich super ergeben, dass eine Dame bei uns im Haus Kun­dali­ni Yoga ange­boten hat. Ein paar Fre­undin­nen und ich trafen uns zweimal pro Woche in deren Wohnz­im­mer und so habe ich mich nach und nach in Yoga ver­liebt. Davor hat­te ich zwar Hatha Yoga während des Studi­ums aus­pro­biert, aber hän­gen geblieben bin ich dann bei Kun­dali­ni Yoga. Mein Ein­druck ist: Yoga tritt in Dein Leben, wenn es der richtige Zeit­punkt dafür ist, auch wenn Du es sel­ber gar nicht geplant hast.

 

Welche Ein­heit­en unter­richt­est Du im Feel­go­od­stu­dio?

Ich unter­richte Schwan­geren-Yoga, Rück­bil­dungs-Gym­nas­tik und ein etwas inten­siveres Kun­dali­ni Yoga für die Zeit nach der Rück­bil­dung, wenn die Babys sechs, sieben Monate alt sind. Kun­dali­ni Yoga beste­ht aus med­i­ta­tiv­en, dynamis­chen Abfol­gen, regt die Drüsen an, ent­giftet – und je nach Inten­sität wirkt es auf ein­er rein kör­per­lichen oder men­tal-psy­chis­chen Ebene.

 

Mit welchem Gefühl ver­lassen Deine Schü­lerin­nen den Übungsraum im Ide­al­fall wieder?

Entspan­nt, aus­geruht und angeregt. Zum Glück trifft der Ide­al­fall sehr häu­fig zu. Wir leben nun mal in ein­er sehr fordern­den Leis­tungs­ge­sellschaft, vor der man sich nur sehr schw­er ver­schließen kann. Jed­er muss einen eige­nen Umgang find­en mit den Anforderun­gen der west­lichen Welt. Mein­er Erfahrung nach ist Yoga das geeignete Tool, um mit dem Druck fer­tig zu wer­den und Gelassen­heit zu verin­ner­lichen.

 

Ist Yoga für Dich mit asi­atis­chen Rit­ualen ver­bun­den oder siehst Du es eher als Bestandteil des mod­er­nen All­t­ags, egal wo man ist?

Eher zweit­eres. Dadurch dass ich drei Kinder habe, habe ich gar nicht den Luxus, mir eine Auszeit zu nehmen. Für mich und meinen täglichen Gebrauch muss es reichen, ein­fach mal für zehn Minuten ohne große Vor­bere­itung abzu­tauchen. Ich brauche dafür auch kein spezielles Ambi­ente, son­dern lasse mich eher schnell darauf ein und komme auch schnell wieder raus aus mein­er Prax­is.

 

Mit welch­er Ein­stel­lung soll­ten Deine Schü­lerin­nen zu Dir kom­men?

Jede kann kom­men wie sie ger­ade drauf ist. Ich habe schon die unter­schiedlich­sten Schwan­geren erlebt: solche, die sehr bewusst sind und in sich ruhen, aber auch solche, die mit der Vorstel­lung zu mir gekom­men sind, jet­zt unbe­d­ingt „Sport“ machen zu müssen. Da dies nicht meine Vorstel­lung von Yoga ist, kann ich ihnen schon das eine oder andere zeigen, das kör­per­lich fordernd ist, gle­ichzeit­ig ver­suche ich schon, sie wegzubekom­men von diesem Leis­tungs­druck und sich sel­ber bewusster zu erleben. Dazu gehören auch Fra­gen wie: Was passiert zur Zeit mit mir? Was nehme ich wahr? Wie verän­dert sich mein Kör­p­er und mein Geist während der Übun­gen? Kann ich auch mal abschal­ten und Ruhe geben?

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