+43 650 46 321 88 werktags 10-17 Uhr info@feelgoodstudio.at

Lilly Kolb

Als ich das erste Mal von Yoga hörte, war meine Neugierde ziem­lich schnell geweckt. Den­noch hat es dann doch eine ziem­liche Weile gedauert, bis ich mich in meinen ersten her­ab­schauen­den Hund begab. Diese andere Sprache beim Yoga, Mantren sin­gen, Ohmen mit frem­den Leuten, eige­nar­tiges Atmen und die Befürch­tung nicht zu meinen Zehen greifen zu kön­nen, haben mich immer wieder davon abge­hal­ten eine Yogas­tunde auszupro­bieren. Doch dann kam Tim. Tim war der Yogalehrer mein­er Host­fam­i­ly in Kali­fornien, denn dort gab es jede Woche Family-Yoga.…und da musste ich dann eben auch dabei sein. Ein Jahr Fam­i­ly-Yoga hat mich schlussendlich zum Kinderyo­ga gebracht. Als Kinder­garten­päda­g­a­gogin habe ich schnell gemerkt, wie sehr Kinder davon fasziniert sind und durch die ein­jährige Kinderyo­gaaus­bil­dung hat sich meine eigene Yogaprax­is immer mehr ver­tieft. Bald war dann der erste Yoga-Grund­kurs gebucht und ich merk­te, dass damit ein Feuer in mir ent­facht wurde. Auch wenn es anfangs so unglaublich anstren­gend und zwis­chen­durch befremdlich war – rasch habe ich mich ans Ohmen gewöh­nt, das Atmen und Sin­gen war fühlte sich bald nur mehr halb so schräg an und alles tat irgend­wie unheim­lich gut. Nach jed­er Stunde habe ich mich zufrieden, aus­geglichen und entspan­nt gefühlt. Anfangs wusste ich auch nicht genau, woran es liegt, aber sich selb­st wieder mehr zu spüren und näher zu kom­men, hat mich nicht mehr los­ge­lassen. Es gab keine Woche mehr ohne Yoga, oft auch keinen Tag mehr ohne Yoga und so führte das eine zum anderen. Ich wollte immer tiefer in die Materie ein­tauchen und entsch­ied mich für ein Yoga Teacher Train­ing. Gesucht, gemacht, getan…und nun nimmt die Yog­a­reise seinen weit­eren Lauf. Wohin sie mich noch führen mag? Ich weiß es nicht, aber was ich mit Bes­timmtheit weiß: ich freue mich darauf und zu wis­sen, dass meine Yog­a­reise wohl noch lange nicht zu Ende sein wird.

Yoga bedeutet für mich ein Nach-Hause-kom­men zu mir. Es ist ein Anker, wenn ich mich in der Außen­welt ver­liere, ein Ort der Ruhe, des Kraft­tankens, des Energi­eschöpfens und Energieaus­gle­ichs, ein Platz um mich näher ken­nen zu ler­nen, ein Raum des Sein-Kön­nen und Sein-Wollen.

Ich liebe eine fließende Yogaprax­is genau­so wie Stun­den mit tiefem Hinein­spüren und Wahrnehmen. Früher war es haupt­säch­lich die Bewe­gung die mich zum Yoga gebracht hat. Heute ist es immer mehr das ganze Spek­trum, das dazuge­hört. Die Fülle von Medi­tieren, Pranaya­ma und yogis­chen Rit­ualen haben meine Prax­is erweit­ert und das alles lasse ich auch gerne in meine Yogas­tun­den ein­fließen – denn Mantren-Sin­gen und Ohmen ist ja etwas ganz Natür­lich­es! 😉

X