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Daniela P.

Wie bist Du zum Yoga gekom­men?

Die erste Yoga-Rich­tung, auf die ich mich wirk­lich ein­ge­lassen habe, war Ash­tan­ga, was mir aber bald zu lang­weilig wurde, wie ich geste­hen muss. In Folge pro­bierte ich alles aus, was ich in Thai­land, Wien, Chica­go und San Fran­cis­co find­en kon­nte. Mit­tler­weile gefällt mir freier Vinyasa-Stil am besten und meine große Liebe seit zweiein­halb Jahren heißt Swásthya-Yoga, das ich in Barcelona ent­deckt habe und das es ja lei­der in Öster­re­ich noch nicht gibt. In dieser Rich­tung bilde ich mich durch einen wöchentlichen Skype-Unter­richt aus Brasilien weit­er. Die zweite Rich­tung, für die ich mit­tler­weile qual­i­fiziert bin, ist Budokon-Yoga. Ich habe meine Aus­bil­dung direkt bei Cameron Shayne gemacht. Ich habe auch Karate betrieben als ich noch jünger war, und später auch Pilates, Jazz-Tanz und Move­ment unter­richtet.

 

Welche Yoga-Ein­heit­en unter­richt­est Du im Feel­go­od­stu­dio?

Momen­tan unter­richte ich hier zwei Ein­heit­en am Mittwoch: Open Lev­el und Inter­me­di­ate (fort­geschrit­tene Ein­heit; Anm.) und jeden zweit­en Son­ntag-Vor­mit­tag eine Open-Lev­el-Ein­heit. Ich richte mich mit meinem Pro­gramm danach wer ger­ade da ist.

 

Was kön­nen Deine Schüler in Deinen Stun­den erwarten?

Sehr viel Abwech­slung und ein Yoga, das nicht auf einen einzel­nen spez­i­fis­chen Stil zurück­zuführen ist. Manch­mal mis­che ich auch Ele­mente in meine Ein­heit­en, die nicht unbe­d­ingt Yoga sind, etwa Tier-Bewe­gun­gen aus dem brasil­ian­is­chen Kampf­tanz Capoeira, die ja auch Ein­gang ins Budokon-Yoga gefun­den haben. Ich arbeite auch viel mit Musik und passe sie stets der Dynamik der Ein­heit an: wenn es eher ruhiger zuge­ht, spiele ich eher etwas langsameres und leis­eres – etwa Klas­sik oder ein paar Num­mern vom Sound­track zu Slum­dog Mil­lion­aire. Aber es kommt schon auch mal vor, dass ich in inten­siv­eren Momenten die Blood­hound Gang auflege.

 

Und was möcht­est Du ihnen mit­geben?

Meinen Schülern möchte ich in erster Lin­ie Freude an der Bewe­gung mit­geben und mir ist wichtig, dass jed­er in meinen Stun­den etwas find­et, das ihm oder ihr gut­tut. Zen­tral ist die Atmung: ich sage die Atemzüge fast die ganze Ein­heit über an. Das Pranaya­ma (Atemübun­gen, viertes Glied des Raja Yoga; Anm.) zu Beginn der Ein­heit hat für mich den Sinn, in einen parasym­pa­this­chen Sta­tus hineinzufind­en, um bei sich selb­st anzukom­men und alles andere abzuschal­ten. In meinen Stun­den ste­ht nie­mand unter Druck, jed­er ist ein­ge­laden, sich diese Zeit mit sich selb­st ein­fach zu gön­nen.

 

Hat Yoga die Ein­stel­lung zu Deinem eige­nen Leben verän­dert?

Ja, das hat es und ich habe es anfangs gar nicht so mit­gekriegt. Ein wesentlich­er Unter­schied zu früher ist, dass ich manchen Stress jet­zt leichter aushal­ten kann als früher. Da habe ich das eine oder andere wohl zu per­sön­lich genom­men und nun kann ich mit mir sel­ber ein biss­chen mehr ‘off’ sein, wenn mir etwas stark auf die Ner­ven geht, oder wenn manche Leute ver­suchen, mich her­abzuset­zen. Das trifft mich heute ein­fach nicht mehr so.

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